Wetter und die besten Angelzeiten in Südschweden

 

Das Klima in Südschweden ist erheblich milder als viele sich vorstellen, und die Angelsaison reicht vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst. Auch wenn das Wetter manchmal wechselhaft ist, bedeutet das fürs Angeln oft nur Gutes!

 

In anderen Ländern hat man oft die Vorstellung, dass Schweden sehr dicht beim Nordpol liegt, und dass in der Landschaft nicht nur Elche und Hasen herumlaufen, sondern auch Eisbären.

- ”Diese Vorstellung ist völlig falsch”, sagt Sven enthusiastisch, ”vor allem, was den Süden des Landes betrifft. Durch den Golfstrom ist das Klima hier insgesamt milder als auf denselben Breitengraden in Nordamerika.”

 

   Ein schöner Sommerabend an der schwedischen Südküste bei spiegelglattem Wasser.

 

Die Angelsaison in offenen Gewässern ist in Südschweden sehr lang, und in milden Wintern können Sie manchmal ganzjährig fischen, vor allem an den Küsten, die sehr selten zufrieren. Was das Wetter allgemein betrifft, so wünschen sich die meisten Menschen natürlich Wärme mit leichtem Wind und einen tiefblauen Himmel mit strahlendem Sonnenschein. Bei Fischen und Anglern ist das etwas anders. Schönes Urlaubswetter bedeutet nicht unbedingt gutes Angelwetter, und gutes Angelwetter ist nicht unbedingt gutes Angelwetter für jede Fischart.

 

Kühles Wasser

- ”Hecht ist zum Beispiel ein typischer Schlechtwetterfisch, der sich in kühlem Wasser wohlfühlt”, sagt Anna, ”und Wind und bedeckten Himmel mag er auch.” Bei sonnigem, ruhigem Wetter zieht der Hecht sich gern in Tiefwasser zurück, das gilt besonders für die kapitaleren Exemplare. Deshalb ist der Hecht ideal im Frühjahr und Herbst zu fangen, wenn die Wassertemperatur in den Seen und an der Küste nicht zu hoch ist. Die allerbesten Chancen auf die allergrößten Hechte haben Sie im Spätherbst. In Mittelschweden ab Anfang September und in Südschweden noch später, wenn die kapitalen Hechte sich unter den enormen Weißfischschwärmen sammeln.

 

   Mit dem Boot kommt man zu Angelplätzen, die sonst unerreichbar sind, und man kann Plätze
   effektiv abfischen, ganz gleich unter welchen Verhältnissen.

 

Anders als der Hecht ist der Barsch ein großer Schönwetterfisch, und nicht umsonst ist er der beliebteste und häufigste Urlaubsfang. Während der Hecht gern bei eher ungemütlichem Wetter jagt, beißt der Barsch ausgezeichnet an prächtigen Sommerabenden mit etwas Wind und Sonne. Ein stimmungsvoller Angelabend am Steg bei Sonnenuntergang – das ist das klassische Barschfangerlebnis.

 

Perfekter Sommerfisch

- ”Die besten Voraussetzungen für einen guten Barschfang bieten Perioden mit stabiler Hochdrucklage", meint Sven, ”und das Wasser darf gern Badetemperatur haben”. Der Zander hat viel mit dem Barsch gemeinsam, und der klassische Zanderfang findet an warmen, schönen Sommerabenden und in lauen Nächten statt.”

Früher war das Schleppangeln die üblichste Fangart, doch heute werden neue Methoden, zum Beispiel das Vertikalfischen mit Jigg immer beliebter. Eine andere günstige Fangzeit ist das Frühjahr in Verbindung mit dem Laichen, doch gilt dann für zahlreiche Gewässer ein Fangverbot, vor allem im Mai, um den Bestand zu schützen. Doch auch in Gewässern, wo das Angeln erlaubt ist, müssen Sie den gefangenen Zander wieder aussetzen, damit die Laichfische ihre Aufgabe erfüllen können.
 

 

 
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