Arten und Angelmöglichkeiten in Nordschweden


Wer Stille und große Weite sucht, wird sich in der Fjällwelt Nordschwedens zu Hause fühlen. Hier oben am Polarkreis finden Sie Europas letzte Wildnis und Angelerlebnisse der Extraklasse. In den Gewässern stehen Forelle, Saibling und Äsche, aber auch Hecht! Gute Straßen und wenig Verkehr, Nachtzüge, Buslinien, internationale Flugverbindungen mit SAS oder Norwegian sowie Charterflüge gewährleisten eine bequeme Anreise nach Norrland.

 

Der West- und Ostteil Norrlands unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf Höhe und Landschaftstypen und somit auch klimatisch. In den westlichen Gebieten an der Grenze nach Norwegen erstreckt sich die Skandinavische Fjällkette über 1 000 km von Dalarna im Süden bis Treriksröset im Norden, wo Norwegen, Schweden und Finnland aneinander grenzen. Der höchste Gipfel ist der Kebnekaise mit 2102 m über dem Meeresspiegel. Das Fjäll ist weit gehend unerschlossenes Land, das spärlich oder gar nicht besiedelt ist. In einigen Fjälltälern gibt es jedoch kleine Ortschaften und Straßen, von denen auch einige nach Norwegen führen. Im Fjäll wird es früher Winter, meist im Oktober, und er dauert bis in den Mai hinein. In den bewaldeten Gebieten kommt der Winter ca. 1 Monat später und endet ca. 1 Monat früher.

 

   Wandern und Fischen im schwedischen Fjäll muss einfach jeder erlebt haben.

 

 – ”Das gesamte Fjällgebiet und die angrenzenden Waldflächen sind reich an Gewässern mit guten Angelmöglichkeiten auf Forelle, Saibling und Äsche”, sagt Sven. ”Die größte Schwierigkeit besteht nicht darin, schöne Stellen zu finden, sondern dorthin zu kommen, doch heute können sich Angler auch mit dem Hubschrauber ins Fjäll bringen lassen.” Anna fährt fort: ”Je nach Gewässer dominieren unterschiedliche Arten. Allgemein kann man sagen, dass der Saibling in den höheren Regionen häufiger wird, und die Äsche nicht so weit oben anzutreffen ist wie Forelle und Saibling.”

 

”Alle drei Arten können mit verschiedenen Techniken gefangen werden, wobei das Fliegenfischen die häufigste ist", sagt Anna.Da die Fische sich hauptsächlich von Insekten ernähren, sind hier verschiedene Typen von Trocken- und Nassfliegen gefragt. Nur die kapitalen Forellen und Saiblinge ziehen Fischkost vor. Der Saibling kann in bestimmten Zeiten wachsam auf der Lauer liegen, doch die vom Angler verlockend präsentierten Fliegen völlig ignorieren.

 

Abenteuer Saibling

Sven schüttelt den Kopf und sagt: ”Ich habe schon mehr als einmal gedacht, ich werde wahnsinnig, wenn ein Saiblingschwarm sich weigert zu beißen." Anna fährt fort: ”...und drei Stunden später können dieselben Saiblinge sich auf alles stürzen, was man ihnen anbietet, doch das ist gerade das Abenteuerliche am Saiblingfang”.

 

   Kristallklare Gewässer, aus denen Sie direkt trinken können - so wird das Fischen von Äsche,
   Saibling und Forelle zum phantastischen Naturerlebnis.

 

Die Forelle ist in vielen Gewässern stark verbreitet, in Seen ebenso wie in Flüssen. Die größten Fische werden in stillen Gewässern gefangen oder in Flüssen, die in größere Seen münden beziehungsweise sie durchfließen. Die Forelle nimmt verschiedene Arten von Ködern gern, doch die richtig großen Fische fangen Sie am besten mit kleinen Wobblern oder großen Fliegen vom Typ Streamer. 

 

”Die Äsche", meint Anna, ”ist der perfekte Trockenfliegenfisch. Sie kommt ganz unabhängig von Wind und Wetter an die Oberfläche, um zu fressen. An Blankstellen zwischen Stromschnellen mit Trockenfliege im Schein der Mitternachtssonne zu fischen ist ein unvergessliches Erlebnis.”

 

Wer kein Fliegenfischer ist, findet viele Gelegenheiten, mit einer Spinnangel zu angeln, was in Phasen mit schlechterem Wetter und entsprechend höherem Wasserstand sogar ein Vorteil sein kann. Sven erklärt weiter: ”Füllen Sie die Köderbox mit einem Sortiment kleiner Spinner und Blinker in verschiedenen Nuancen, einigen kleinen Wobblern in unterschiedlichen Farben und gern auch einigen Jigs.” Ein Tipp: Tauschen Sie alle Dreifachhaken gegen Einfachhaken aus, damit Sie den Fisch leicht unbeschadet wieder aussetzen können.

 

Fischen mit Wurmködern verboten

Früher war es weit verbreitet, in fließenden Gewässern mit Wurmködern zu angeln, doch an den meisten Stellen ist das inzwischen verboten, denn dabei dringt der Haken zu tief in den Fisch ein, und er kann nur sehr schwer unverletzt wieder ausgesetzt werden. 

 

   In the forested area of northern Sweden many lakes offers good fishing for pike, brown trout,
   grayling and perch.

 

Wenn wir uns ostwärts bewegen, kommen wir hinunter in die weiten Wälder, die bis zur Küste reichen. Sie sind von vielen Flüssen durchzogen, die aus dem Fjäll kommen und ins Meer münden. In ihnen steigen Lachs und Meerforelle auf.

Zu den bekanntesten Lachsflüssen gehören Torneälv, Kalixälv, Kaitumälv, Byskeälv und Lödgeälv. Lachse und Meeresforellen steigen so gut wie alle nordschwedischen Flüsse hinauf, doch nicht immer den ganzen Fluss. Lachs und Meeresforelle kommen vom Frühsommer im Juni an vom Meer die Flüsse hinauf, und im August klingt dann die Fangsaison aus. Im Juli haben Sie auf jeden Fall die besten Chancen.

 

”Aber wenn wir in den Wäldern unterwegs sind, dürfen wir auch den Hecht nicht vergessen!”, ermahnt Anna. ”Hier gibt es Tausende von Gewässern mit guten Hechtfangmöglichkeiten, die so gut wie unberührt sind und nur darauf warten, entdeckt zu werden.” Der Hecht stand hier im Norden lange Zeit im Schatten der lachsartigen Fische, und viele haben seinen Wert für den Angelsport noch nicht erkannt. Sven fährt fort: ”Doch außer dem Lachs wird keine andere Art in schwedischen Gewässern so groß und stark und ist so beißfreudig wie der Hecht. Hier im Norden hat auch die Wassertemperatur fast während der ganzen Saison das richtige Niveau, so dass der Hecht ins Flachwasser kommt, wo er gut erreichbar ist. Sie können Hecht in eisfreien Gewässern von Mai-Juni bis September-Oktober fangen. Das kann von Ort zu Ort und Jahr zu Jahr leicht variieren.

 

 

 
© swedenfishing.com 2019