Arten und Angelmöglichkeiten in Mittelschweden


Mittelschweden bietet von der Küste im Osten bis zu den südlichen Ausläufern des Fjälls dem Angler viel Abwechslung. Ob Lachsartige oder Hecht, die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Sie erreichen Mittelschweden einfach und bequem per Fähre, Billigflug oder vielleicht mit SAS Fly and Drive.

 

Hier im Herzen unseres langgestreckten Landes findet der Sportangler vielfältige Möglichkeiten in Seen, fließenden Gewässern und an der Küste. Hier gibt es enorm ausgedehnte Gebiete, die kaum besiedelt sind und wo viele Gewässer selten oder nie von Sportanglern besucht werden. Deshalb finden Sie hier leicht ein eigenes Angelparadies für Sie ganz allein.

 

Sven kennt auch die Angelbedingungen hier sehr gut und sagt: ”Wir Schweden wissen wohl gar nicht so richtig zu schätzen, welche phantastischen Angelmöglichkeiten unser Land bietet, vor allem in Mittelschweden. Hierher ist man etwas länger unterwegs, doch die Natur wird hier deutlich imposanter. Und was für wunderbare Plätze man hier finden kann! Gedränge gibt es hier nicht, und oft sieht man keinen einzigen anderen Angler.”

 

Der Hecht ist auch hier bei Sportfischern die beliebteste Art, wie auch Barsch und in einigen Gewässern Zander. In den oberen Waldgebieten tief im Binnenland gibt es auch kleinere Gewässer mit großen, kaum berührten Forellenbeständen. Im nordwestlichen Teil Mittelschwedens kommen wir an den Fuß des Fjälls, der Gebirgskette zwischen Schweden und Norwegen, wo wieder andere Möglichkeiten locken.

 

   Die Sonne steht tief über einem wilden Fluss in Mittelschweden. Ein Angler knüpft eine neue Fliege.

 

Sven` Freundin Anna fährt fort: ”Dass das Hechtfischen so beliebt ist, hat mehrere Ursachen, doch vor allem liegt es an unseren ausgezeichneten Hechtgewässern hier in Mittelschweden, in vielen Seen und Wasserläufen gibt es richtig massig Hecht, das Durchschnittsgewicht ist oft hoch und der Angeldruck außergewöhnlich gering.”

 

Niedriger Angeldruck

”Der Hecht steht nicht nur im Süßwasser der Binnenseen, sondern auch im Brackwasser entlang der ganzen Ostseeküste, der Ålandsee und am Bottnischen Meerbusen im Osten Schwedens”, hebt Anna hervor, die die Küsten gut kennt. An den Küsten ist das Angeln mit Sportgerät frei, doch neue Regelungen sehen vor, dass man nur noch drei Hechte pro Tag fangen darf, die 40–75 cm lang sind. Für Seen und andere Binnengewässer kauft man nach den jeweiligen Bestimmungen entsprechende Angelkarten in Touristenbüros, Geschäften und an Tankstellen vor Ort. Verkaufsstellen von Angelkarten erkennen Sie an einem blauen Schild mit weißem Grund und schwarzem Fischsymbol.

 

Den Barsch findet man häufig in denselben Gewässern wie den Hecht, doch wird er meist mit anderen Ködern und Methoden gefangen. Der Zander ist in der Regel nicht so häufig, doch ein ausgezeichneter und gefragter Sport- und Speisefisch.

 

   Morgen- und Abenddämmerung sind meist die beste Angelzeit, hier an der Ostseeküste
   von Mittelschweden

 

In Seen und fließenden Gewässern in Fjällnähe gibt es auch gute Mischbestände von Äsche, Hecht und Barsch und gelegentlich auch Forelle. Anna stellt fest: "In Gewässern mit mehreren Arten erreichen die Fische oft eine ansehnliche Größe, und fast während der ganzen Saison kann man hier sehr schön sowohl Fliegenfischen als auch Spinnangeln." Da die Äsche im Frühling laicht, kann sie bis in den Herbst hinein gefangen werden. In den südlichsten und östlichsten Gebieten ihres Vorkommens ist für die Äsche der September die beste Saison.

 

Meer, See und Fjäll

Sven fährt fort: ”Von der Gebirgskette, dem Fjäll ganz im Westen, fließen viele große und kleine Wasserläufe zum Meer im Osten oder in den See Vänern im Süden. Am Oberlauf der Flüsse wird vor allem auf Äsche und Bachforelle gefischt. In den mittleren Partien dominiert der Hecht, und in Mündungsnähe lassen sich oft gut Lachs und Meeresforelle fangen. Es gibt auch mehr als tausend Seen unterschiedlicher Art, vom stillen Waldsee bis zu großen und kleinen Seen in der Ebene.” Die Seen werden von Hecht und Barsch beherrscht. Viele Seen bieten auch gute Zanderbestände. Weißfisch gibt es in den Gewässern des ganzen Gebiets natürlich reichlich. Insgesamt erwarten den Angler hier über 30 Fischarten.

 

Die größeren Flüsse mit großen Mündungsbereichen sind Klarälven, der in den Vänern mündet, Dalälven, der 150 km nördlich von Stockholm mündet, und Ljusnan mit seiner Mündung direkt südlich von Söderhamn.

 

   A good boat is always an advantage when spinning for pike in shallow water, like here at
   Hedesunda Camping.

 

Hier liegen auch die großen Seen Hjälmaren und Mälaren, in denen Sie mit Handgerät frei fischen dürfen. Die Seen sind über einen kurzen Fluss durch Stockholm mit dem Meer verbunden. Und selbst dort, mitten in der Hauptstadt, beim Königlichen Schloss und dem Reichstagsgebäude, lassen sich hervorragend lachsartige Fische fangen und zeitweise auch Zander und Barsch.

 

In Mittelschweden ist die Angelsaison ungefähr einen Monat kürzer als in Südschweden. Die Gewässer sind normalerweise von April bis November offen/eisfrei. ”Die Chancen auf die größten Hechte stehen am besten zu Saisonbeginn im April-Mai und Ende Oktober bis November”, sagt Anna und fährt fort: ”Dazwischen, im Sommer, kann man auch gut Hechte angeln, sogar besonders viele, doch die richtig kapitalen Exemplare sind in der Sommerwärme kaum auffindbar.” Das Angeln auf Zander, Barsch und Weißfisch geht am besten in den Monaten Juni, Juli, August und Anfang September.
 

 

 
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