Angelvorschriften & nachhaltiges Angeln

 

Da für das Angeln nicht das Allemansrätt gilt, brauchen Sie für fast alle Gewässer eine Angelkarte. ANGELN OHNE ERLAUBNIS WIRD STRENG GEAHNDET. Prüfen Sie immer, welche örtlichen Besonderheiten es gibt, zum Beispiel Regelungen für die Mindestgröße, für Fanggrenzen und die Nutzung von Privatgewässern sowie für Sperrgebiete, zum Beispiel in einigen Flussmündungen. An gewissen Stellen dürfen Sie vielleicht nur zu bestimmten Zeiten im Jahr angeln, und einige Angelmethoden sind womöglich zu bestimmten Zeiten des Jahres nicht in allen Teilen des Angelgebiets erlaubt.  Informationen darüber erhalten Sie dort, wo Sie ihre Angelkarte kaufen. Sie brauchen überall in Schweden Angelkarten oder besondere Genehmigungen, außer in den fünf größten Sehen – Vänern, Vättern, Hjälmaren, Mälaren und Storsjön. Auch das Meeresfischen entlang der ganzen Küste ist frei. 

Die Schwedische Fischereibehörde hat neue Vorschriften für die Ostsee und den Hechtfang erlassen. Angler dürfen nur noch drei Hechte (40 - 75 cm) pro Person und Tag fangen. Hechte, die größer oder kleiner sind, müssen direkt wieder ins Wasser geworfen werden.

 

   South Sweden - Sjuhärad Fishing Area.

 

Der Fischfang ist geregelt durch Fischereigesetz, Fischereiverordnung und FIFS, einer Sammlung von Regeln, herausgegeben vom Staatlichen Schwedischen Fischereiamt. Diese Statuten enthalten Regeln und zahlreiche Hinweise, unter anderem zur Ausrüstung für Freizeitangler. Angeln ist in einem Umkreis von 100 Metern rund um ausgelegtes Fischgerät und um Fischfarmen verboten. Für das Fischen mit Netzen, Schleppangeln (mit und ohne Motor), Eisangeln und Ähnliches brauchen Sie eine besondere Erlaubnis.

Und immer gilt der Grundsatz des schwedischen Jedermannsrecht: Rücksicht nehmen, nicht stören und nicht zerstören.

 

Und nicht zu gierig werden!

Schwedische Gewässer sind wunderbar fischreich. Trotzdem sollten wir Freizeitangler nicht mehr Fisch entnehmen, als wir für die Mahlzeiten an einem Tag brauchen. Was darüber hinaus geht, wird wieder ausgesetzt. Wir nennen das heute "ökologisches Angeln" – denn wir wollen sicher stellen, dass unsere Enkel auch noch unsere phantastischen Fischgewässer mit gesunden Wildfischbeständen in einer intakten Umwelt erleben können!

    

   North Sweden - River Kaitumälven.

    

Wie Sie Fische wieder aussetzen:

- Verwenden Sie soweit möglich Einfachhaken ohne Widerhaken oder glätten Sie den Widerhaken vor dem Angeln mit einer Kombizange.

 

- Am besten haben Sie eine Spitzzange zur Hand, um den Haken leicht zu entfernen.

 

- Wenn ein Fisch angebissen hat, landen Sie ihn so schnell wie möglich an, um zu starke Erschöpfung zu vermeiden, vor allem in warmen oder sauerstoffarmen Gewässern. Zu leichte Ausrüstung für große Fische vermeiden Sie am besten.

 

- Alle Fische haben eine schützende Schleimschicht auf ihrer Haut, und es ist wichtig, dass Ihre HÄNDE NASS SIND, bevor Sie den Fisch anfassen. Beim Anlanden des Fisches berühren Sie ihn so wenig wie möglich. Bei kleinen Fischen ist es oft möglich, den Haken zu greifen und umzudrehen, um den Fisch berührungsfrei wieder ins Wasser zu setzen.

 

- Wenn Sie mit dem Netz fischen, sorgen Sie dafür, dass es weiche, knotenlose Maschen hat, damit die Schleimschicht so wenig wie möglich beschädigt wird.

 

- Oft möchten Angler ihre Trophäe gern fotografieren, bevor sie ihr die Freiheit schenken. Große Fische fassen Sie dazu beim Schwanz und unterstützen behutsam die inneren Organe direkt hinter den Brustflossen. Lassen Sie den Fisch im Wasser und vermeiden es möglichst, ihn herauszuziehen. 

 

- Einige Fische kämpfen bis zur völligen Erschöpfung und müssen wiederbelebt werden. Dazu fassen Sie ihn beim Schwanz und unterstützen behutsam die inneren Organe direkt hinter den Brustflossen. In stillen Gewässern bewegen Sie den Fisch vor und zurück, sonst richten Sie ihn stromaufwärts aus. Bevor Sie den Fisch loslassen, stellen Sie sicher, dass er wiederbelebt und bereit ist, loszuschwimmen.

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